Klassiker: Von Angesicht zu Angesicht

Das direkte Gespräch ist noch immer der Königsweg in der qualitativen Forschung. Frage- und Moderationstechniken wurden stetig weiterentwickelt und verfeinert. Gesprächsteilnehmer sehen, Reaktionen beobachten, Emotionen spüren – diese weichen Faktoren fügen dem Gesagten wertvolle Kontextinformation hinzu.

Wir reden mit Ihren Stakeholdern in größeren oder kleineren Gruppen, einzeln oder zu zweit.

Fokusgruppen sind, was man daraus macht

Das Setting mit sechs bis neun Teilnehmern und einem Moderator, die entlang eines Gesprächsleitfadens über das Forschungsthema sprechen, ist nur der Rahmen. Die Gruppensituation beflügelt, dynamische Interaktion der Teilnehmer fördert rasch zu Tage, was das Thema bewegt. Reaktionen auf Ideen, Konzepte, Prototypen lassen sich unmittelbar einfangen und gründlich explorieren. Projektleiter/innen moderieren die Gesprächsrunden selbst, Auftraggeber können sie live verfolgen. So erhalten alle Beteiligten erste Eindrücke in Echtzeit – Zeit- und Kosteneffizienz sind bekannte Vorteile von Fokusgruppen.

Projektive Verfahren, Bilder und Rollenspiele helfen, latente Treiber und Barrieren aufzudecken, Idealbilder vom eigenen Selbst und soziale Erwünschtheit zu umgehen; Selbstausfüller holen Einzelmeinungen ab, festigen Standpunkte und generieren über Zielgruppen und Länder hinweg vergleichbare Bewertungen. Ideation-Methoden und Kreativitätstechniken regen neue Denkrichtungen an. Nach der Diskussion können Auftraggeber ihre Kunden noch kurz treffen, sich bedanken, Fragen beantworten und ihr Unternehmen auf nette Weise ins Spiel bringen.

Einzelgespräche – individuell, intensiv, reichhaltig

In wenig strukturierten Einzelinterviews anhand eines Themenleitfadens können Gesprächspartner Verhalten, Einstellungen und Wünsche reflektieren und ihr persönliches Referenzsystem ausführlich darlegen. Erfahrene, gut ausgebildete Interviewer oder die Projektleiter/innen selbst führen die Gespräche, vertiefen wichtige Aspekte, spüren verborgener Dynamik und Motiven nach, die Verbraucher/ Zuschauer/ Nutzer bewegen.

Einzelgespräche bieten sich an, um Forschungsthemen besonders gründlich zu vertiefen, Entscheidungsprozesse oder komplexe Verhaltensmuster individuell abzubilden, um sensible Themen zu behandeln oder besonders exklusive Zielgruppen zu befragen (z. B. Fachleute/ Experten/ IT-Entscheider, Fahrer teurer, seltener Fahrzeuge, sehr wohlhabende Bankkunden).

Strukturierte Explainer-Interviews – zwischen qualitativer und quantitativer Forschung

Gesprächsstruktur, die psycho­metrische Verfahren mit offenen, explorativen Interviewteilen verknüpft. So werden belastbare Kennzahlen generiert (z. B. Interesse, Kaufbereitschaft, Evaluierung, Nutzungsintensität) und diese qualitativ erklärt, begründet, beschrieben und vertieft, sowie Erwartungen, Motivatoren und Barrieren identifiziert.

Das Verfahren eignet sich besonders für die Evaluierung von konkurrierenden Produkt- und Positionierungskonzepten , TV- und Print-Kampagnen, Produktnamen, Verpackungen und anderen Kommunikationsmitteln auch über mehrere Märkte hinweg.

Alle Forschungsmethoden können durch die Einbindung von Projektions- und Kreativtechniken erweitert und aufgewertet oder mit Online-Verfahren kombiniert werden. Wir entwerfen in jedem Fall ein individuell maßgeschneidertes, ganzheitliches Studienkonzept für Ihr Anliegen – denn klare Antworten erfordern präzise Fragestellungen in passgenauen Strukturen.